Lieferdienste fürs Homeoffice – gesunde und schnelle Ernährung für das Arbeiten von zu Hause

Schnell und gesund Essen

Lockdown, lange Arbeitstage, Pendeln, oder doch im Homeoffice. Nach einem anstrengenden Alltag ist der Gedanke daran selbst noch einkaufen oder etwas kochen zu müssen oft ernüchternd. Sind Lieferdienste, insbesondere fürs Homeoffice, die Erlösung für gestresste Nerven?

Die Corona Pandemie hat der gesamten Gesellschaft in vielerlei Hinsicht einiges abverlangt. Von Quarantänebestimmungen über Maskenpflicht bis hin zum Homeoffice mussten sich die Menschen an ein komplett neues Alltagsleben gewöhnen. Ein Alltagsleben, das neue Schwierigkeiten mit sich bringt. Doch nicht alle haben unter der Pandemie gelitten. Die Lieferdienst-Branche zum Beispiel hat positiv von der Situation profitiert und große Gewinne einfahren können. Doch auch bereits vor der Pandemie hatten die Bestellmöglichkeiten in den letzten Jahren stark zugenommen, was dazu führt, dass laut Verbrauchs- und Medienanalyse VuMA 16 Millionen Verbraucher jeden Monat ein-oder mehrmals Essen bei einem Lieferdienst bestellen. Doch so haben bekannte Unternehmen wie Lieferando auch deutlich Konkurrenz bekommen. Bereits im Juni 2020 hat eine repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom gezeigt, dass 53% der Befragten per Internet Essen bestellen. Vor Corona waren es 40%.

Was liegt da näher als einen Blick auf die Unternehmen zu werfen, die mit ihrem Lieferdienst das Leben von Berufstätigen, Familien und der älteren Generation erleichtern können?

Klassische Essenslieferdienste

Bei Lieferando handelt es sich um das wohl bekannteste Lieferdienst-Unternehmen deutschlandweit. Das Unternehmen ist in allen Bundesländern und größeren Städten vertreten und verbindet eine Vielzahl verschiedener internationaler Küchen, was bedeutet, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das Unternehmen fungiert nicht nur als Instanz zwischen einer Vielzahl verschiedener Restaurants und Kunden, sondern es ermöglicht auch eine Vielzahl von Bezahlmöglichkeiten um den Service so angenehm wie möglich zu gestalten. Von der klassischen Barzahlung an der Haustür über Paypal und Sofortüberweisung (Klarna.) bis hin zu Giropay und Kreditkartenzahlung. Es gibt des Weiteren die Möglichkeit, die Bestellung über Bitcoin zu bezahlen.

Laut Wirtschaftswoche handelt es sich bei Just Eat Takeaway, unter dessen Schirm auch Lieferando fällt, um den größten Essenslieferdienst in Deutschland, mit einem Marktanteil von 65% in 2019. Dem Unternehmen zufolge stieg der Umsatz 2020 um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 2,4 Milliarden Euro. Die regelmäßige Kritik an fragwürdigen Arbeitsbedingungen scheint demnach keinen Einfluss auf den Umsatz des Unternehmen zu haben. Hinter Just Eat Takeaway bzw. Lieferando folgt der Schnellrestaurantkette Domino‘s Pizza mit einem Marktanteil von 20%.

Lieferdienste Homeoffice
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Auch dieses Unternehmen ist deutschlandweit vertreten und verfügt über Stores in den meisten größeren deutschen Städten. Allerdings ist der Name Programm und man findet ausschließlich Pizzen auf der Speisekarte. Auch im Hinblick auf die Bezahlung bietet Domino’s Pizza im Vergleich zu Lieferando weniger Optionen, da neben der Barzahlung ausschließlich die Zahlung per Paypal und Kreditkarte angeboten wird.
Inzwischen gibt jedoch auch immer mehr Gastroketten und kleinere bzw. lokale Restaurants, welche in die Branche einsteigen. Peter Pane und Hans im Glück zum Beispiel liefern ihre Speisen bis nach Hause. Aber auch Sterne-Lokale, wie Nobelhart & Schmutzig in Berlin, bieten ihre Spezialitäten inzwischen online an.

Online Supermärkte

Doch neben diesen Lieferdiensten gibt es auch Online Supermärkte, welche die Einkäufe zum Teil ohne zusätzliche Kosten bis nach Hause liefern. So kann man bei Edeka und Rewe bequem bei ausgewählten Märkten den Wocheneinkauf von zu Hause aus tätigen ohne den Feierabend im Supermarkt verbringen zu müssen. Demselben Prinzip folgt der Lieferdienst Picnic. Bestellt man bis 22 Uhr, zum Beispiel per App, erhält man seinen Einkauf bereits am Folgetag. Das Unternehmen legt großen Wert auf Umwelt und Effizienz. So wird Lebensmittelverschwendung reduziert und 400 selbst entwickelte, kleine Elektrofahrzeuge verhindern die CO2-Emission und garantieren eine Lieferung innerhalb einer Stunde.

Die praktische App des Unternehmens bietet außerdem einen Live-Radar, wodurch die Lieferung verfolgt werden kann. Das Unternehmen bietet des Weiteren diverse Services für ein noch besseres Einkaufserlebnis. Es gibt die Option des nachträglichen Hinzufügens von Artikeln zur Bestellung, Rückgabe der gelieferten Tüten zu Recycle-Zwecken, sowie Pfandrückgabe. Mit seinem Hauptsitz in Neuss beliefert Picnic bisher 45 Städte in Nordrhein-Westfalen, doch arbeitet an einer schnellen Expansion.

Sogar noch schneller liefert Gorillas. Das Unternehmen selbst bezeichnet sich nicht als „Geschäftsleute, die einen Lieferservice aufbauen“, sondern als „Lieferleute, die ein Geschäft aufbauen“ und verspricht für 1,80€ eine Lieferung der Lebensmittel innerhalb von 10 Minuten. Dieses junge und bewusste Unternehmen ist in den größeren deutschen Städten vertreten, wodurch die schnelle Lieferung mit Elektrofahrrädern möglich ist. Zusätzlich legt das Unternehmen großen Wert auf Lokalität, kurze Lieferketten und Verantwortlichkeit. Wie Gorillas bietet auch Flink in den größeren deutschen Städten für 1,80€ eine Lieferung innerhalb von 10 Minuten an. Für alle Fälle bietet die Verbraucherzentrale außerdem Tipps falls es bei der Warenqualität und Lieferung zu Problemen kommen sollte.

Lebensmittel retten

Während diese beiden Unternehmen bereits großen Wert darauf legen Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, geht Too Good To Go noch einen Schritt weiter. Hier werden Lebensmittel von Restaurants, Cafés und Läden gerettet indem Kunden eine „Magic Bag“ reservieren können. Allerdings müssen sie diese selbst innerhalb eines bestimmten Zeitraumes abholen, da das Unternehmen keinen Lieferservice anbietet.
Sirplus, ein deutschlandweit agierendes Impact-Startup, welches Lebensmittelrettung Mainstream machen möchte, bietet online hingegen nicht nur gerettete Lebensmittel und Aboboxen an, sondern auch eine Lieferung bis nach Hause.

Aboboxen und Biolebensmittel

Neben diesen klassischen Lieferdiensten gibt es zusätzlich die Option ein Abonnement bei diversen Anbietern abzuschließen und so in regelmäßigen Abständen Lebensmittellieferungen bequem nach Hause zu erhalten. Eins der wohl bekanntesten Unternehmen, Hello Fresh, bietet anstelle herkömmlicher Lebensmittelboxen sogenannte Kochboxen an. Hier erhält der Kunde eine Box inklusive mehrerer Rezepte mit den dazugehörigen Zutaten, wodurch auch hier Lebensmittelverschwendung reduziert werden kann. Man hat die Wahl zwischen verschiedenen Optionen wie zum Beispiel vegetarisch, Zeit sparen, oder familienfreundlich, was Menschen im Homeoffice sehr gelegen kommen könnte.

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Mit der App von Foodly hingegen ist all denjenigen gedient, die gerne neue Rezepte ausprobieren, jedoch keine fertige Kochbox möchten. Die App empfiehlt Gerichte abgestimmt auf den eigenen Geschmack, woraufhin man die Zutaten und auch den Wocheneinkauf ganz einfach online auswählen kann. Ein weiterer Pluspunkt hierbei ist die Flexibilität, da zum einen kein Abonnement abgeschlossen werden muss, zum anderen können Kunden des Lieferdienstes, neben der Option der Same-Day-Delivery, einen Wunschtermin für ihre Lieferung festlegen. Keine Rezepte, aber dafür Biolebensmittel bietet die sogenannte Bio-Kiste. Hierbei handelt es sich um ein System des Direktvertriebs von regionalen und saisonalen Lebensmitteln aus der ökologischen Landwirtschaft. Unternehmen wie etepetete, neben zahlreichen weiteren Anbietern deutschlandweit, bieten auch hier eine überschaubare Auswahl an Boxen mit Bio-Lebensmitteln.

Für alle die kein Fan fertig gepackter Kisten sind bietet Marktschwärmer eine gute Alternative. Auch hier findet man biologische und regionale Produkte in über 120 Schwärmereien deutschlandweit, wodurch der Einkauf durchschnittlich nur 40 km zurücklegt. Das Unternehmen zeichnet sich durch faire Preise aus. Da die Produzenten diese selbst festlegen, wird ihnen der Großteil beim Verkauf ausgezahlt. Marktschwärmer gibt es in fast allen Bundesländern, jedoch unterschiedlich oft.

Aber auch der Onlineshop Bringmirbio bietet einen deutschlandweiten Lieferdienst für Bio Lebensmittel. Hier gibt es neben der Option einer regelmäßigen Lieferung auch die individuelle Änderung von Bestellungen.

Fazit

Der Markt an konventionellen, sowie innovativen und zukunftsorientierten Lieferdiensten ist demnach bereits weit verzweigt und vielfältig. Mit Blick in die Zukunft werden die Unternehmen noch weiter wachsen und einen noch wichtigeren Platz in unserer Gesellschaft einnehmen. Auch wenn sich das Konsumverhalten während der Pandemie verändert hat, wird schließlich immer gegessen, nur eben anders. Hier kann man vor allem lokale und kleinere Restaurants, welche während der Krise für viele Monate schließen mussten, finanziell unterstützen. Vor allem im Hinblick auf faire Arbeitsbedingungen ist dies ein wichtiger Schritt und eine gute Alternative zum Selberkochen in einem Alltag, der für die meisten Menschen ohnehin von Zeitmangel und Stress geprägt ist. Dennoch sollte man hier Prioritäten setzen, da die Art wie wir Speisen konsumieren einen wichtigen Aspekt der sowohl physischen als auch mentalen Gesundheit ausmacht. So lässt sich in der Schnelllebigkeit des Alltags aufgrund von Lieferdiensten zumindest ein möglicher Stressfaktor vermeiden.

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